
Herzlich Willkommen,
auf den nun folgenden Seiten wollen wir Ihnen zeigen und erzählen, warum wir uns auch als Internat der Pilger verstehen.
Was sich zunächst nach einem Modetrend oder Boom anhört, hat im Martinihaus schon seit einigen Jahren eine gewisse Tradition. Nicht erst seit Hape Kerkeling „Ich bin dann mal weg“, sind die Gecken mit ihren Erziehern auf dem Weg.
Sondern schon seit 1999 pilgern wir auf dem Jakobusweg und seit 2009 auch auf den Martinuswegen.
Machen Sie es wie wir: folgen Sie den Zeichen der Wege und erfahren Sie, was das Martinihaus mit diesen Wegen zu tun hat.
Ihr Josef Albrecht
Lesen Sie aber zunächst, was Moreno über das Pilgern der Gecken schreibt.
Pilgern ist kein Wandern!
In den nächsten Augenblicken werden Sie das Unglaubwürdigste hören und das mit Sicherheit. Oder haben Sie geglaubt, dass es Jugendliche gibt, die gerne Wandern und Pilgern und das in unserer heutigen Zeit?
Es ist wirklich so. Wir Gecken waren am 25. - 26.September 2010 auf dem Martinusweg und sind stolze 35km in 2 Tagen gelaufen.
Auch wenn hier und da sich mal jemand über das Laufen beschwert, nimmt er trotzdem tolle Erinnerungen mit und ist danach froh, dabei gewesen zu sein. Wenn Sie jetzt aber so hören, dass wir bloß wandern und das so toll finden, stimmt das so nicht ganz.
Es sind viele andere Dinge, die es so lustig machen. Man merkt auf dem Weg eigentlich nicht richtig, dass man läuft, sondern redet und lacht mit seinen Freunden, hilft denen, denen der Fuß schmerzt oder bestaunt einfach die Landschaft.
Ständig fragt jemand, wie lange es noch dauert und stöhnt über die Strapazen, da wir im Regen gelaufen sind, doch wenn der Versorgungsbus mal steht und man einsteigen könnte, bleiben die Sitze leer und wir alle pilgern weiter. Es ist ein starkes Gefühl des Zusammenhalts, das wir alle spüren.
Wer mal bei uns mit gewandert ist, weiß das. Jedes mal werden kleinere getragen, es wird gesungen und die „Kampfpilger“ unter uns joggen auch hin und wieder ein Stück, aber nur so weit, wie sie Sichtkontakt mit Herrn Stein haben. Denn ohne ihn läuft nicht: auf jeden Fall nicht in die richtige Richtung.
Mein Resümee lautet: Wer sagt pilgern macht keinen Spaß, war noch nicht mit uns unterwegs und wer mal dabei war, kommt immer wieder mit. Fragen Sie doch einfach unseren Anton.
